Stadt Rhede - Navigator

St.-Gudula-Kirche

Adresse

Kirchplatz 2
46414 Rhede
Telefon: 02872 4028
E-Mail: stgudula-rhede@bistum-muenster.de
Website: www.st-gudula.de

Tipp auf der Karte anzeigen »

Weitere Informationen

Kirche St. Gudula Innenansicht Hauptaltar

Der kleine Kirchenschatz

Kirche St.-Gudula Orgel

Kirche St.-Gudula Orgel

Am Markt in Rhede wartet das Wahrzeichen der
Stadt schlechthin: die St. Gudula-Kirche, eine von fünf
Kirchen, die in der Umgebung zu finden ist. Sie ist weit über die Grenzen von Rhede hinaus im gesamten Münsterland bekannt und ein prägendes Element in der Rheder Innenstadt, an dem man weder als Rheder noch als Besucher vorbeikommt – schließlich ist sie quasi bis unters Dach mit sakralen Schätzen gefüllt.


Bereits im 12. Jahrhundert stand hier eine Kirche: eine kleine Eigenkirche, also praktisch eine Privatkirche, gegründetvon der Familie von Rhete. Mehrere Jahrhunderte lang, bisins 19. Jahrhundert hinein, wurde sie immer weiter ausgebaut – bis es nicht mehr ging.

Aus Platzgründen musste die alte gotische Hallenkirche abgerissen werden.


Die Kirche, die wir heute kennen, wurde in nur drei Jahren Bauzeit nach Plänen von Hilger Hertel neu errichtet und am 12. Juni 1901 eingeweiht.
Außen bestimmen die roten Maschinenziegel und die
Sandsteinverzierungen, aus denen die St. Gudula-Kirche
errichtet wurde, das Bild. Außen am Turm, der übrigens
stolze 77,5 Meter hoch ist, befindet sich eine beeindruckende Figur des Heiligen Christopherus. Innen sind die Wände verputzt, Säulen und Gewölberippen aus rotem Sandstein gearbeitet. Die dreischiffige, neugotische Backsteinhalle beherbergt eine reiche Ausstattung neugotischer Kirchenkunst zumeist heimischer Künstler. Da in vielen Kirchen nach der Zeit des Konzils rigoros „aufgeräumt“ wurde, ist diese Sammlung etwas ganz Besonderes. An dieser Stelle
sollen nur ein paar der Schätze erwähnt werden, die in den roten Mauern zu finden sind. Für alle, die mehr wissen wollen, liegen in der Regel Informationen in der Kirche aus.


Die neugotische Verglasung von Kirche, Taufkapelle und
Sakristei stammt aus den Jahren 1901 bis 1903 und ist
komplett erhalten. Wer den Blick von den wundervollen
Fenstern abwenden kann, entdeckt Fliesen des  berühmten Philipp Baum. Von ihm stammt der Fußbodenbelag im Chorraum sowie eine Einzelfliese, die den Heiligen Georg zeigt. Unter der Farbe, die man heute an den Wänden sieht, ist die originale Bemalung aus der Entstehungszeit der Kirche noch erhalten. Am Josefsaltar ist sie an einer probeweise freigelegten Stelle zu bewundern.


Auch aus der alten Kirche, die 1898 das Zeitliche segnete, sind zahlreiche Stücke erhalten geblieben und in das neue Bauwerk integriert worden. Das Weihwasserbecken unter der Orgel etwa, ein romanischer Taufstein. Auf Anfang des 16. Jahrhunderts ist ein Eichenholzrelief am Marienaltar datiert. Von den ehemaligen Seitenaltären stammen einige barocke Altargemälde des Coesfelder Malers Hermann
Veltman, der vom späten 17. bis ins frühe 18. Jahrhundert aktiv war. Die Pfarrpatronin St. Gudula selbst ist als Figur von 1520 zu finden.


Sogar einen kleinen Kirchenschatz hat die St. Gudula-
Kirche. Darin enthalten sind unter anderem Kapseln mit
spätgotischen Stickereien aus Köln und Brabant, die
etwa 500 Jahre alt sind, eine neugotische Turmmonstranz,eine barocke Sonnenmonstranz aus dem 17. Jahrhundert sowie ein Rokoko-Ciborium – ein Gefäß, in dem Hostien aufbewahrt werden – aus vergoldetem Silber.


Die Orgel der Kirche mit ihren 3.576 Pfeifen ist gut sichtbar auf der Ostempore platziert. Im Vergleich zu vielen der Schätze hier ist sie noch recht jung, schließlich wurde sie erst 1998 angefertigt. Allerdings sorgt sie nicht als einziges Instrument für „Stimmung“ in der Kirche: Sieben Glocken schwingen regelmäßig im Glockenturm. Die jüngsten, die Christus und die Liudgerglocke, stammen aus dem Jahr 2006. Mit einem stolzen Gewicht von über 2.300 Kilogramm ist die Christusglocke auch die größte im Sortiment. Die
älteste Glocke entstammt der Hand von Gerhard von Wou und wurde im 15. Jahrhundert angefertigt.

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen

« zurück zur Übersicht »